Eisprung und Pille absetzen

Der Eisprung nach dem Pille absetzen

Eisprung nach Pille absetzenWohl einer der häufigsten Gründe, weswegen sich Frauen für das Pille absetzen entscheiden, ist der Wunsch, eine Familie zu gründen und schwanger zu werden. Hierbei stellen sich viele Frauen die Frage, wann der erste Eisprung nach dem Pille absetzen stattfindet. Auf diese Frage kann leider keine allgemeingültige Antwort gegeben werden, da jeder weibliche Körper unterschiedlich ist und somit auch auf verschiedene Art und Weise auf den Entzug der künstlichen Hormone reagiert. Werden manche Frauen direkt schwanger, weil sie den ersten Eisprung nach dem Pille absetzen in ihrem ersten hormonfreien Zyklus haben, so warten andere Frauen nicht selten bis zu einem Jahr, bis sich der Traum vom Kind endlich erfüllt. Dies hängt dann meist damit zusammen, dass die körpereigene Produktion wichtiger Hormone nicht richtig funktioniert und der Körper somit noch nicht für eine Schwangerschaft bereit ist.

 

Wann kann man mit dem Eisprung nach dem Pille absetzen rechnen?

Das NFP-Studienzentrum hat bereits über 15 Jahre hinweg Studien durchgeführt, in welchen untersucht wurde, wann Frauen nach dem Pille absetzen wieder ihren Eisprung bekommen haben. Das Ergebnis zeigt, dass von 175 Frauen 68 % direkt nach dem Absetzen der Pille einen Eisprung und die dazu gehörige Temperaturhochlage von 10 Tagen hatten. Das heißt, dass bei diesen Frauen bereits im ersten Zyklus die Chancen auf eine eintretende Schwangerschaft bestand.

Bei fast der Hälfte dieser 63 % war der Zyklus allerdings insgesamt länger als der Durchschnitt und dauerte mindestens 35 Tage an. Insgesamt tendierten die Frauen auch häufiger zu einer zeitweisen Gelbkörperschwäche als Frauen, die vorher nicht die Pille eingenommen hatten, ebenso wie zu andere Zyklusstörungen, die einen Eisprung oder eine Schwangerschaft verhindern können. Im Durchschnitt dauerte es bis zu 9 Monate, bis sich der Zyklus vollkommen normalisiert hat. Ob das nun auch auf Sie zutrifft, wenn Sie die Pille absetzen, um schwanger zu werden, kann natürlich nicht beantwortet werden. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, diese Informationen in die Lebensplanung mit einzubeziehen.1

 

Der Eisprung nach dem Pille absetzen – Kann man ihn unterstützen?

Sie können mit einigen Verhaltensweisen Ihrem Körper dabei helfen, schnell wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Damit nach dem Pille absetzen bald wieder ein Eisprung geschieht, sollten Sie auf eine möglichst gesunde Lebensweise achten. Das heißt: Ernähren Sie sich ausgewogen, trinken Sie viel Wasser und bewegen Sie sich regelmäßig an der frischen Luft. Kinderwunsch-Tees enthalten pflanzliche Stoffe, die den Eisprung nach dem Pille absetzen anregen können. Außerdem ist es wichtig, dass Sie möglichst entspannt bleiben – auch, wenn Sie vielleicht einen großen Kinderwunsch haben und es gar nicht schnell genug gehen kann. Machen Sie sich und Ihrem Partner keinen Druck, vermeiden Sie Stress und achten Sie auf Ihr seelisches Wohlbefinden – das wirkt sich auch positiv auf den Körper aus.

Um genau zu wissen, wann der Eisprung nach dem Pille absetzen wieder regelmäßig stattfindet, können Sie die symptothermale Methode nutzen. Laut einer Studie von Gnoth in Zusammenarbeit mit der deutschen Zyklusdatenbank steigern Sie die Chancen schwanger zu werden erheblich. So wurde festgestellt, dass mit Hilfe der symptothermalen Methode 38 % der Frauen bereits im ersten Zyklus schwanger werden. 68 % wurden nach 3 Zyklen, 81 % nach 6 Zyklen und 92 % nach 12 Zyklen schwanger.2 Das exakte Wissen um Ihren Eisprung nach dem Pille absetzen kann Ihnen also helfen, schneller schwanger zu werden.

 


1 Frank-Herrmann P, Heil J, Gnoth C, Toledo E, Baur S, Pyper C, Jenetzky E, Strowitzki T,  Freundl G (2007) The effectiveness of a fertility awareness based method to avoid pregnancy in relation to a couple's sexual behaviour during the fertile time: a prospective longitudinal study. Hum Reprod, doi:10.1093/humrep/dem003, in press.

2 Raith-Paula, Frank-Hermann et al. Natürliche Familienplanung heute. 4. Auflage. Springer Medizin Verlag. 2008, S. 155.